Messi Weltfussballer? – Zurecht! (Sportblog)


Am Montag verlieh die FIFA zum 20. Mal (Vor 1991 keine Offizielle Verleihung) den Titel „Weltfussballer des Jahres“ – den Ballon d’Or (Goldener Ball). Aber zum 1. Mal ist der Weltfussballer kein Weltmeister… 

Mit Romario (Brasilien) 1994, Zidane (Frankreich) 1998, Ronaldo (Brasilien) und Cannavaro (Italien) 2006 kamen die bisherigen Gewinner immer aus dem Land des Weltmeisters. Demnach wäre 2010 ein spanischer Weltfussballer nur logisch gewesen.

Es sah auch alles danach aus: Von den 23 Nominierten kamen 7 (die meisten) aus Spanien, mit Xavi und Iniesta standen zwei Spanier in der Top3 – auch die Buchmacher einigten sich auf einen Favoriten: Andres Iniesta.

Trotzdem erhielt Lionel Messi – der dritte im Bunde – vom Fussball-Komitee der FIFA die meisten Stimmen und konnte somit seinen Titel verteidigen.

Der Messi, der mit Argentinien im Viertelfinale der WM von Deutschland aus dem Turnier geschossen wurde. Und auch der Messi, dem in 5 WM-Spielen kein eigenes Tor gelang?!

Dieser Gedanke schiesst derzeit vielen Fans in den Kopf. Und macht bei den Medien natürlich nicht halt.
Die Wahl – der ohnehin umstrittenen FIFA – steht in der Kritik.

Doch: Wie viel Einfluss darf eine Weltmeisterschaft eigentlich auf den Ballon d’Or haben? In einem WM-Jahr vergisst man schnell die Leistungen aus Liga, Pokal und Champions/Europa Leauge. Dabei sind genau das die Wettbewerbe, in denen Fußballprofis den Großteil ihrer Spiele absolvieren.

Zum Vergleich:
Lionel Messi:
Liga: 34 Tore, 13 Assist in 35 Spielen (Goldener Schuh der Uefa)
CL: 8 Tore, 0 Assist in 11 Spielen (Torschützenkönig)
WM: 0 Tore, 4 Assist in 5 Spielen

Andres Iniesta:
Liga: 1 Tor, 5 Assist in 29 Spielen (Aufgrund von Verletzungen nur 20 mal in der Startelf)
CL: 0 Tore, 1 Assist in 9 Spielen
WM: 2 Tore, 0 Assist in 6 Spielen

Natürlich ist Messi der Offensivere Spieler und natürlich spielt Iniesta gerne den so wichtigen vorletzten Pass, der noch in keiner Statistik auftaucht.
Aber klar ist auch: Um beim Ballon d’Or eine gerechte Entscheidung treffen zu können, muss man mehr als nur die WM-Spiele verfolgt haben.
Und wohl nur die wenigsten der Menschen, die diese Wahl kritisieren, haben Messi und Iniesta in der Primera Division spielen sehen. Denn sonst wüssten sie, dass es weiß Gott nicht Iniestas beste Saison war.

Weltklasse bedeutet Konstanz, Iniesta erbrachte sie eine WM lang und Messi die ganze Saison. Er ist der verdiente Sieger des FIFA Ballon d’Or 2010.

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